Lass uns scheitern

Ort: Berlin, eine Metropole
Zeit: Gegenwart

Ornament

17.03.2010

Podestprotest


Es gibt zum einen Idole, Vorbilder, die unerreichbar scheinen, uns jedoch inspirieren einen bestimmten Weg zu verfolgen und dann gibt es Leute, die man bewundert, weil sie guten Scheiß rocken, man jedoch davon ausgeht, dass man auch irgendwie auf die Idee gekommen wäre. Dies ist meist verbunden mit Neid und Ärger über sich selbst.

Letztere Gedanken würde ich persönlich gerne ablegen. Dieses „besser“ oder „schlechter“ Denken, das uns schon im Kindergarten eingebleut wird, anstatt uns am Ergebnis anderer Menschen zu erfreuen, anstatt zu hinterfragen unter welchen Umständen man auf die Lösung gekommen ist. Nein. Wir sind viel zu sehr auf uns fokussiert, wollen am Liebsten alles und jeden übertreffen.

Dieser Wettbewerbsgedanke hält mich (unter anderem) auch davon ab ein Designstudium aufzunehmen. Dabei geht es in erster Linie ja darum in gut drei, vier Jahren ein relativ gutes Portfolio aufzubauen mit dem man sich bei potentiellen Arbeitgebern und Kunden bewerben kann. Nicht darum eine eigene Sache aufzubauen, in einem Team zum Beispiel. Jedenfalls habe ich schon oft gehört, dass Gruppenarbeiten nur mit größter Mühe funktionieren, und man sich insgeheim wünscht das Projekt alleine aufziehen zu dürfen. Mag an den Studenten liegen, mag aber auch daran liegen, dass nicht der Team-, sondern eher der Ellenbogengedanke gefördert wird.

Leistungsgesellschaft eben. Wir lassen „die Besseren“ hochleben und „die Schlechteren“ fallen.

Schluss

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Gedanken & Gestaltung stammen von Jens Nikolaus. Mit Dank an Tumblr.
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