Bis vor ein paar Wochen habe ich vielen Freunden erzählt, dass ich 2010 gescheitert wäre. Ich war fest davon überzeugt.
Seit ein paar Tagen bin ich mir darüber bewusst, dass das falsch ist.
Die letzten Wochen und Monate war eine Steilfahrt Richtung blauer Himmel, und ich habe mitgenommen was nur ging. Kaum Wolken, reinster Sonnenschein. — Seit Februar darf ich mich Designer bei DDB Tribal in Berlin schimpfen: Ich habe großartige neue Menschen kennengelernt, ich habe das Glück auf großen, interessanten Projekten zu arbeiten; Ich habe neue Freunde gewonnen. (Danke, Max!)
Diese Energie, aus dem Job, ist ausgestrahlt auf alles um mich herum, und auf mich selbst.
Mein Reim darauf ist, dass ich dank der gegenwärtigen Awesomeness das vergangene Jahr erst zu schätzen weiß und verstehe. Das ist Jammern auf hohem Niveau, dessen bin ich mir ebenfalls bewusst, jedoch war 2010 einfach nicht optimal. Ich habe Jobs verhauen, Menschen dadurch enttäuscht und Chancen vergehen lassen, weil das Drumherum nicht stimmte. Ganz einfache Faktoren haben nicht gepasst, beispielsweise: Die Arbeitsumgebung, die Art der Arbeit, die Balance zwischen Life und Arbeit; Die Relation zu Dingen und Menschen. Das war alles suboptimal und verschoben.
Wenn du den ganzen Tag zu Hause sitzt und arbeitest, und vor allem sitzt, den Twitter Stream verfolgst und Menschen ein Ding nach dem Anderen fabrizieren, dann wirst du schonmal traurig, oder du bist verwirrt.
Du fragst dich: Warum mache ich das nicht? Wieso hat das vorher funktioniert? Wieso hat das funktioniert, bevor du mit der Professionalisierung des Berufs begonnen hast? Ich meine, ich mache das jetzt seit gut 10 Jahren, also Photoshop, und haue seitdem auch Dinge raus und dieses „Dinge raushauen“ ist verloren gegangen, und Dinge, die ich gebaut habe, habe ich nicht rausgehauen. Weil ich die Meisten doof fand. Das ist eine Frage des Selbstbewusstseins und des Anspruchs, klar.
Jedenfalls werde ich 2010 nicht mehr als gescheitertes Jahr betiteln, sondern als Prozess, der mich erst zum Jetzt führte, und ich durch das letzte Jahr erst zu schätzen weiß, was ich nun habe.
Wir hadern der Dinge, die da kommen, ob Steilfahrt nach oben oder Richtung Boden. Ich hoffe der Artikel hilft Dir.
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Gedanken & Gestaltung stammen von Jens Nikolaus. Mit Dank an Tumblr.
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